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Masterstudium und dann???

Rainer Hoffstedde – Bundesverwaltungsamt

Herr Rainer Hoffstedde ist unser zweiter Alumni, den wir in unserer Serie vorstellen möchten. Er arbeitet derzeit beim Bundesverwaltungsamt in Hamm und hat sowohl den Diplomstudiengang an der FH Dortmund als auch den Master absolviert. Respekt!

 

  1. Was hat Sie für die Aufnahme des Studiums motiviert?

Der Wunsch sich beruflich, karrieremäßig fortzuentwickeln

 

  1. In welchem Jahr haben Sie mit dem Studium begonnen?

1999 Diplomstudiengang

2008 Masterstudiengang

 

  1. Welchen Abschluss haben Sie durch das Studium erworben? (Diplom/Master)

Diplom-Betriebswirt 2002, Master of Business Administration 2010

 

  1. Welche Studienfächer haben Sie am meisten interessiert?

Controlling, Marketing

 

  1. Was waren Ihre Erwartungen an das Studium – Wurden diese Erwartungen erfüllt?

Dienstliches Handeln auf betriebswirtschaftliche Grundlagen stellen – diese Erwartung wurde erfüllt. Aufstieg in den höheren Dienst mit dem Masterabschluss – diese Erwartung wurde bisher nicht erfüllt.

 

  1. Hat sich Ihre berufliche Laufbahn durch das Studium verändert?

Ja, Wechsel möglich in andere Tätigkeitsfelder, bessere Beförderungschancen

 

  1. Welche Aspekte des Studiums haben den größten Nutzen für ihren Beruf und Ihre Position nach dem Abschluss?

Betriebswirtschaftliche Kompetenz, organisatorische Kompetenz wird besser anerkannt

 

  1. Wie hat sich das Studium neben Ihrer Arbeit auf die Freizeit ausgewirkt? (Wie empfanden Sie den Arbeitsaufwand für das Studium neben Ihrer täglichen Arbeit?) Hat das Studium Ihren Alltag verändert?

Der Aufwand war enorm, besonders im Masterstudiengang. Das ganze erforderte sehr viel Disziplin und strenge, konsequente Zeiteinteilung.

 

  1. Wie haben Sie den Alltag organisiert, um Beruf, Studium, Familie und Hobbies zu vereinbaren?

Alles durchorganisieren und sich an die eigenen Vorgaben halten – Konsequenz! Viel Unterstützung durch Familie, insbesondere Ehefrau war erforderlich.

 

  1. Welche familiären Umstände haben Ihr Studium begleitet?

Verheiratet, drei Kinder (geb. 1994, 1996, 1999)

 

  1. Empfehlen Sie den Studiengang weiter? Wenn ja, welche Gründe geben Sie an, wenn Sie den Studiengang weiter empfehlen?

Ja – das Handeln der öffentlichen Hand auf betriebswirtschaftliche Grundlagen zu erstellen ist nach wie vor, dringend erforderlich. Die eigenen Chancen werden verbessert.

Elmar Schröder – Bürgermeister von Diemelstadt

Ich heiße Elmar Schröder und bin heute Bürgermeister der Stadt Diemelstadt in Nordhessen. Weil der Studienabschluss 2012 und der Dienstbeginn als Bürgermeister am 03.02.2012 sich überschnitten haben, konnte ich vor einigen Tagen am 12.04.2017 mit 5 Jahren Verspätung meinen Magister-Hut bei Frau Rogowski im Sekretariat abholen, auf den ich mich damals so gefreut hatte.

  1. Was hat Sie für die Aufnahme des Studiums motiviert?

Im Jahr 2009 hatte ich rund 25 Jahre auf verschiedenen Positionen in der Kommunalpolitik Erfahrung gesammelt. Ich war u.a. Fraktionsvorsitzender und Planungsausschussvorsitzender im Rat der Stadt Marsberg und kam mit der Kommunalwahl 2009 in den Kreistag des Hochsauerlandkreises. Dort wurde ich Stv. Vorsitzender des Struktur- und Wirtschaftsausschusses.

Beruflich war ich damals im höheren Dienst der Stadt Paderborn und leitete die Abteilung Geoinformation und war in vielen Arbeitskreisen (Bund/Land) aktiv.

In beiden Feldern hatte ich mich seit 2004 mit der Umstellung auf das Neue Kommunale Finanzmanagement (NKF) beschäftigt, so dass ich nach einem technischen Studium zum Geoinformatiker und dem Studium zum Verwaltungsbeamten noch großes Interesse daran hatte, die betriebswirtschaftlichen Neuerungen in der Kommunalverwaltung zu studieren. Ich war damals dankbar, dass ich mit 42 Jahren noch an dem Studiengang teilnehmen durfte.

  1. In welchem Jahr haben Sie mit dem Studium begonnen?

Im Sommer 2009

  1. Welchen Abschluss haben Sie durch das Studium erworben? (Diplom/Master)

Master for New Public Management (MBA)

  1. Welche Studienfächer haben Sie am meisten interessiert?

Am meisten hat mich strategisches Controlling interessiert. Die Ausarbeitung zum Thema „Strategisches Zukunftskonzept einer Kommune“ wurde später die Grundlage für meinen Bürgermeister-Wahlkampf 2011. Aber auch HRM und das große Verwaltungsmanagementprojekt waren wirklich prägend. Ein ganz besonderes Highlight war das Planspiel TOPSIM mit Prof. Dr. Kracke und 25 Studenten in 5 starken Teams. Der Samstag mit der Simulation mehrerer Geschäftsjahre im Kopierer-Markt wird für mich unvergesslich bleiben.

  1. Was waren Ihre Erwartungen an das Studium – Wurden diese Erwartungen erfüllt?

Ich hatte den Vorteil, dass es bei mir nicht am Anfang meines beruflichen Weges um einen höherwertigen Abschluss ging, sondern um eine Ergänzung meines bisherigen Wissens. Mit dem Studium wollte ich gut gerüstet sein, um die modernen Entwicklungen in der Kommunalverwaltung mit dem grundlegenden Basiswissen besser mitgestalten zu können.

Meine Erwartungen wurden voll erfüllt. Ich hatte sehr gute Mitstudenten, die zwar meist um die 20 Jahre jünger waren, aber alle waren hoch motiviert und leistungsbereit. Insbesondere die vielen Gruppenarbeiten haben die Teamfähigkeit und soziale Kompetenz noch einmal deutlich gesteigert. Es hat wirklich Spaß gemacht.

  1. Hat sich Ihre berufliche Laufbahn durch das Studium verändert?

Das kann man wohl sagen, denn mit Beginn des 6. Semesters im Frühjahr 2011 kam zum Studium auch noch der Wahlkampf um das Bürgermeisteramt in der Stadt Diemelstadt hinzu. Meine Planungen waren eigentlich zu diesem Zeitpunkt auf eine Führungsposition bei der Stadt Paderborn oder im Kreistag des Hochsauerlandkreises gerichtet, doch als man mich nach einer Kandidatur fragte, bekam das Studium doch eine besondere Bedeutung.

  1. Welche Aspekte des Studiums haben den größten Nutzen für ihren Beruf und Ihre Position nach dem Abschluss?

Von den Studieninhalten kann ich als Bürgermeister alles gebrauchen. Natürlich sind die betriebswirtschaftlichen Dinge im Hinblick auf unsere Haushaltsaufstellungen, die Jahresabschlüsse, die Kosten-/Leistungsrechnung und das Controlling besonders wichtig. Mir persönlich ist immer noch das strategische Management sehr, sehr wichtig mit mittel- und langfristigen Zielsetzungen für meine Kommune.

  1. Wie hat sich das Studium neben Ihrer Arbeit auf die Freizeit ausgewirkt? (Wie empfanden Sie den Arbeitsaufwand für das Studium neben Ihrer täglichen Arbeit?) Hat das Studium Ihren Alltag verändert?

Es waren sicher 3 harte Jahre, in denen es wenig Freizeit und Urlaub gab, denn ich hatte eine Führungsposition in Paderborn, ein Kreistagsmandat beim HSK, ein Eigenheim und natürlich eine Familie. Mein gesamter Alltag war auf das Studium abgestimmt, insbesondere vor den Klausuren.

  1. Wie haben Sie den Alltag organisiert, um Beruf, Studium, Familie und Hobbies zu vereinbaren?

Ich hatte damals noch meinen Vater, der sich um unser Haus gekümmert hat und eine Familie, die viel Verständnis für mein Studium hatte. Hobbies gab es in der Zeit keine.

  1. Welche familiären Umstände haben Ihr Studium begleitet?

Neben meiner Frau und meinem Sohn wohnten meine Eltern mit in unserem gemeinsamen Haus. Die Familie hat mich immer voll unterstützt, Rückhalt gegeben und auch viel Rücksicht genommen.

  1. Empfehlen Sie den Studiengang weiter? Wenn ja, welche Gründe geben Sie an, wenn Sie den Studiengang weiter empfehlen?

Ich kann den Studiengang an alle die weiterempfehlen, die ihren Horizont noch über das Bachelor-Studium erweitern und sich in der Verwaltung engagieren möchten. Ein berufsbegleitendes Studium schaffen m.E. nur Menschen, die gut organisiert sind und einen festen Willen haben. Das werden zukünftige Vorgesetzte sicher ähnlich bewerten.

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