Ein Bericht von Stefanie R.:

Ich habe mich im Rahmen des Moduls 15 entschieden, für fünf Wochen ein Auslandspraktikum in Frankreich zu absolvieren, um praktische Erfahrungen in einer ausländischen öffentlichen Institution zu sammeln.

Dafür habe ich mich bei zahlreichen französischen Verwaltungen beworben und anschließend eine Zusage bei der Stadt Aubagne, eine Gemeinde, die sich in der Nähe von Marseille befindet, erhalten.

Ende Juli 2014 reiste ich nach Frankreich, wo ich in der Abteilung „Service Aide à Domicile“ (Hilfe in der häuslichen Umgebung für behinderte Menschen sowie Personen im Rentenalter) eingesetzt war.

Die einzelnen Mitarbeiter haben mich alle sehr herzlich aufgenommen und mir zahlreiche Einblicke in ihre Tätigkeiten gegeben. Die fünf Wochen waren sehr gut organisiert, da ich viele Eindrücke in die Abläufe, Strukturen und Besonderheiten dieser Abteilung gewinnen konnte. Die ersten Bedenken, die im Vorhinein von der Praktikantenbetreuerin bestanden, eine ausländische Praktikantin aufzunehmen, wurden sehr schnell ausgeräumt, denn meine Eingewöhnung in die französische Sprache war schnell erfolgt, sodass die Verständigung gut funktionierte.

Gewohnt habe ich während des Praktikums in einer WG mit zwei Franzosen. Die Wohnung habe ich mir selber gesucht und diese befand sich fußläufig ca. 10-15 Minuten von der Praktikumsstelle entfernt.

Die Wochenenden und Feierabende habe ich genutzt, um das Land, die Menschen und die Kultur besser kennenzulernen. Der nächste Strand, der mit dem Bus zu erreichen war, befand sich ca. 25 Minuten entfernt, sodass auch Zeit für Erholung blieb.

Das Auslandspraktikum ist für mich eine schöne berufliche und persönliche Erfahrung, die ich nicht missen möchte- und jederzeit wiederholen würde. Aus diesem Grunde kann ich jedem nur weiterempfehlen, Auslandserfahrungen zu sammeln- auch wenn hierfür die Urlaubstage in Anspruch genommen werden müssen.